Die Ausstellung der Skulpturen von Oskar Höfinger in der Galerie Lindenhof zeigt einen Querschnitt seines bildhauerischen Schaffens. Ausgehend von frühen Arbeiten, bei denen die menschliche Figur noch stark erkennbar ist, weiter zur Beschäftigung mit dem Zentrum aus dem sich die Skulpturen entwickeln, über die abstrakten Figuren aus Stahl bis hin zu den reduzierten splittrigen Formen, welche in späterer Zeit entstanden sind.
– Johannes Höfinger
Aus der Schule Wotruba kommend fand Oskar Höfinger in frühen Steinfiguren im Symposium Lindabrunn zu einer ganz eigenen dynamischen und räumlichen Formensprache. Das Öffnen der Formen aus einem Zentrum heraus wird besonders sichtbar in seiner zentralen unumstößlichen Figur “Sieger”. Die Verwendung von Edelstahl führt in weiterer Folge zu noch raumgreifenderen Figuren und dynamischer Aufhebung der Schwerkraft. Es kommt zur Ausführung von sehr großen Stahlplastiken im öffentlichen Raum. Die weitere Reduzierung auf das wesentliche und die Schlüssigkeit der Formen führen letztlich zu einer ganz persönlichen kristallinen Formensprache.
– Christian Höfinger